kampfkunst

Die Disziplinen von Qwan Ki Do   

Qwan Ki Do

Der Name Qwan Ki Do wurde vom Begründermeister Thay Chuong Mon PHAM Xuân Tong gewählt, um den Traditionen seines Geburtslandes treu zu bleiben. Die phonetische Form des Namens ist eine Ehrung des verehrten Grossmeisters Chau Quan Ky. Gleichzeitig bewahrt der Name die Bezeichnung der von der Familie des Grossmeisters PHAM Xuân Tong überlieferten Methode Quan Khi, die bis ins Jahr 1009 n. Chr. zurückreicht. Die heute verwendete Schreibweise Qwan Ki Do erleichtert die Aussprache und dient der besseren Verständigung. Übersetzt bedeutet der Name »Der Weg der Lebensenergie«.

Thao Quyên

Thao Quyen sind choreografierte Bewegungsabläufe, die den Kampf gegen einen imaginären Gegner darstellen. Sie dienen der körperlichen Schulung und fördern insbesondere die Koordination. Ziel der Quyen ist die Perfektionierung der Techniken. Die Formen sind in einzelne Abschnitte gegliedert, die den Rhythmus und die Struktur der Bewegungen vorgeben. Mit steigendem Niveau des Schülers werden die Quyen zunehmend komplexer. Sie verbinden Angriffs- und Verteidigungstechniken in festgelegten Kombinationen. Die Anwendungen sind bewusst codiert, um das Wissen zu bewahren und ausschließlich innerhalb des Qwan Ki Do weiterzugeben.

Giao Dao

Im Giao Dao treten die Schüler im zeitlich begrenzten Punktkampf gegeneinander an. Ziel ist dabei nicht der Sieg über den Gegner, sondern der Vergleich der individuellen Fähigkeiten. In diesem Rahmen können die Schüler ihre erlernten Techniken praktisch anwenden. Innerhalb des Qwan Ki Do dient der Punktkampf der persönlichen Weiterentwicklung – ein Grundsatz, der auch in den zehn Prinzipien der Disziplin verankert ist. Neben dem körperlichen Kräftemessen vermittelt der Giao Dao grundlegende Werte wie Respekt und Bescheidenheit – sowohl gegenüber dem gegnerischen Team als auch gegenüber den Kampfrichtern.

Co Vo Dao

Beim Co Vo Dao erlernen die Schüler den Umgang mit traditionellen Waffen der Kampfkunst. Zu Beginn entscheiden sie sich für eine kurze oder lange Holzwaffe. Diese fördert die Koordination sowie das Distanzgefühl und unterstützt somit die körperliche Entwicklung im Rahmen des Qwan Ki Do Trainings. In Prüfungen zeigen die Schüler die erlernten Techniken und Bewegungsabfolgen. Mit zunehmender Graduierung erhalten sie die Möglichkeit, weitere traditionelle Waffen zu wählen.

Tâm Thê

Im körperlichen Training stärken die Schüler ihre Muskeln, Sehnen und Bänder. Ein ebenso wichtiger Bestandteil des Qwan Ki Do ist jedoch die innere Arbeit. Dabei lernen die Schüler, die Lebensenergie Khi in sich zu spüren und bewusst wahrzunehmen. Eine zentrale Methode dafür ist das Tâm Thê – eine Form der meditativen Bewegung. Die langsamen, kraftlosen Abläufe dehnen sanft den Körper, fördern die Beweglichkeit von Muskeln, Sehnen und Bändern und können die Körperhaltung positiv beeinflussen.

Vū Lân

Der Vū Lân hat im Qwan Ki Do eine lange Tradition. Seit über 2.000 Jahren ist der Löwentanz, heute oft als Drachentanz bezeichnet, ein fester Bestandteil der chinesischen Kultur und des Trainings. Zwei Schüler erwecken dabei im Drachenkostüm, begleitet von traditioneller Musik, mit einer choreografierten Darbietung die Figur zum Leben. Der kunstvoll verzierte Drachenkopf aus Bambus wird dabei so bewegt, dass Augen und Mund durch versteckte Mechanismen animiert werden.

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